Canyon, Offroad und Pamukkale

18.05.2017 | Dalyan, Türkei


Heute Morgen wurden wir, im Gegensatz zu gestern, nicht vom Bürgermeister mit einem Frühstück verwöhnt, es stand also wieder unsere gewohnte Auswahl zur Verfügung. Nach der Abfahrt um 9.15 Uhr ging es auf den zentralen Marktplatz von Usak, wo wir von Gouverneur und Oberbürgermeister aber trotzdem in einer Rede willkommen geheißen wurden. Weiter wurden, entsprechend dem lokalen Wirtschaftszweig, Teppiche an Vertreter von allen anwesenden Nationen verteilt. Auch Schals wurden als Gastgeschenke unter die Menge gebracht.

Da wir uns zusammen mit dem Team Fehlzündung und dem Team Meh. entschieden haben nach dem offiziellen Start nicht der gesamten Kolonne durch den Canyon bei Usak zu folgen, sondern erst das Geschehen dort von einer Aussichtsplattform in einem Café zu beobachten, verließen wir die Polizeieskorte recht bald. Die führte allerdings auch dazu, dass andere Teams den „offiziellen Weg“ hinter uns mit verließen. Nachdem wir dieses Missverständnis aufklärten, setzten wir uns bei Cay und einem gemütlichen Frühstück auf die Aussichtsplattform und genossen die Sonnenstrahlen bei herrlicher Aussicht.

Die Routenplanung am heutigen Tag überließen wir vor allem dem Team Fehlzündung, sodass wir meist nur hinterhergefahren sind. Nachdem das Frühstück verputzt war, starteten auch wir unsere Reise in den zweitgrößten Canyon der Welt (nachgemessen haben wir das nicht, aber das war die Info, die wir bekommen haben). Auf halben Weg dorthin haben wir noch ein weiteres Team eingesammelt, sodass wir insgesamt eine Fahrzeugkolonne von 11 Fahrzeugen waren, die sich unter großer Aufmerksamkeit den Weg durch Canyon und kleine Dörfer bahnte. Ein Problem an der großen Anzahl an Fahrzeugen war, dass nicht alle dieselben Frequenzen von Funkgeräten verwendeten, sodass die Kommunikation zwischen den einzelnen Teams etwas erschwert war. Dies führte auch fast zu kleineren Unfällen, nachdem die vorderen Fahrzeuge nicht vor langsam fahrenden Autos warnen konnten – ein Hoch dem Sicherheitsabstand.

Als wir unsere Reise durch den Canyon beendeten ist ein Teammitglied vom Team Meh. hingefallen, sodass eine Verarztung und ein späterer Krankenhausbesuch nötig war. Ein anderes Teammitglied hatte dann noch einen Kreislaufzusammenbruch, nachdem er dem Hingefallenen versuchte Schatten zu spenden. Die Pause wurde also etwas länger und das Team Charity Explorer nutzte die Zeit um einen Reifen zu wechseln.

Anschließend ging die Route geführt vom Team Fehlzündung weiter. Der direkte Weg war hier das Motto und so ging es einen richtigen Offroad-Track den Hügel nach unten. Schotterweg samt Schlaglöchern und großen Steinen auf dem Weg war hier die Straßenbeschaffenheit. So musste auch der eine oder andere Stein aus dem Weg geräumt werden, um Aufsetzer zu vermeiden, und das ein oder andere Mal war die Einweisung des Beifahrers nötig, um die Schlaglöcher und Rillen umfahren zu können. Erstaunlicherweise hielt sich die Anzahl der Aufsetzer in unserem Team – trotz Lowrider – sehr in Grenzen. Ein alter 5er BMW hatte deutlich mehr zu kämpfen, Zitat des Teams Meh. dazu: „Wir sind den Hügel konstant runtergeschrubbt!“

Nach dem mehrere Kilometer langen Offroad-Track mussten wir unten angekommen erst einmal eine kleine Pause machen, denn die Strecke forderte unsere volle Konzentration. Als unsere Kolonne dort am Straßenrand stand, kam ein Einheimischer auf seinem Motorrad vorbei, fragte was wir hier machen und nachdem schnell klar war, dass wir Deutsche sind und sein Schwager in Deutschland wohnt, wurden wir sogleich zu einer Runde Cay eingeladen. Man stelle sich die gleiche Situation in Deutschland vor, 22 Ausländer mit Autos am Straßenrand werden zum Kaffee eingeladen. #notgonnahappen

Nach unserem entspannten Tee machten wir uns im Sonnenuntergang auf den Weg nach Pamukkale, einem großen Hügel mit Kalkterassen. Im Abendlicht noch ein paar Bilder gemacht zeigte sich bei der Weiterfahrt, dass die Offroadaction dem hinteren rechten Reifen des Zafiras wohl zu viel zugemutet hatte, denn er verlor Luft. Beim nächsten Tankstellenhalt wurde also noch der letzte Ersatzreifen für den Zafira montiert und die Fahrt ging bis in den Abend um halb eins nach Dalyan, wo es am nächsten Tag erst um 14 Uhr weitergehen sollte – es wartete also ein entspannter Abend auf uns.  






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