Durchs Hochtal der Ruinen

10.05.2017 | Kravica Falls, Bosnien-Herzegowina


Nachdem uns kurz nach der Aufstehen um 6.00 Uhr ein freundlicher Mitarbeiter des Parkplatzes verwiesen hatte, fuhren wir für das Frühstück auf eine Anhöhe mit sehenswertem Blick auf Bled mit seinem See und den umliegenden Alpen. Anschließend ging es noch an den bei Nacht nicht gefunden See (ohne GPS is dat janze auch nit so einfach^^). Das Wetter klarte prinzipiell nach der Alpenüberquerung immer weiter auf und so machten wir uns an diesem Morgen bei Sonnenschein und gewechselter Autobesetzung auf den kurvigen Weg. Dieser wurde in Rallyemanier mit viel Spaß bei der Arbeit befahren und nebenher haben wir mit Drohne und GoPro Videos aufgenommen. Die Hauptstast Ljubljana haben wir ohne größere Vorkommnisse durchquert und im Anschluss das Mittagessen als Vesper an einem kleinen See zubereitet.

Der folgende Streckenabschnitt in Kroatien wurde zügig im Auf und Ab der Landschaft durchfahren.

Im anschließenden Bosnien-Herzegowina war vor allem die Durchquerung eines mehrere Kilometer breiten Tales prägend: Zuerst sei die für Alpenverhältnisse große Breite des Tals erwähnt, die auf jeden Fall mehrere Kilometer betrug. Auch landschaftlich war dieses Tal einzigartig. Der Boden war zu weiten Teilen von hausgroßen kraterähnlichen Löchern durchsetzt. Ein zudem felsiger Boden ließ in Kombination mit unzähligen verlassenen Häuserruinen einen trostlosen, zu später Stunde fast gespenstischen Eindruck entstehen. Außergewöhnlich waren auch die im Verhältnis zur Dorfgröße und den Häuserzuständen die doch sehr gepflegten und meist großen Friedhöfe der Gemeinden. Unsere mehrstündige Reise durch dieses Tal sollte erst in der Dunkelheit enden, da das Fahren auf den doch gewöhnungsbedürftigen Straßen im Tal volle Konzentration und möglichst gute Sicht forderte. Ein weiteres Schmankerl des Tals waren kalbsgroße Hütehunde, die in ihrem pflichtbewussten Einsatz als solche keine Rücksicht auf herannahende Autos nehmen konnten #bremsenläuft

Das anschließende Abendessen haben wir vor horrorfilmwürdiger Kulisse auf dem „Parkplatz“ eines verfallenen Wohnhauses direkt neben der Straße im LED-Scheinwerferlicht zubereitet. Nach einer kurzen Feuershow von Toby mit unserem Spirituskocher und dem Besuch eines nicht englischsprachigen Polizisten (der Dank Karte auf dem Escort wahrscheinlich verstanden hat, um was es geht), konnten wir uns dem Essen widmen. Neben der Essenszubereitung wurden auch die Sicherungen der Autos wieder repariert, nachdem Phil drei davon mit dem 12V zu 230V Adapter - beim Versuch die leeren Funkgeräte wieder zu laden - zerschossen hatte.

Den finale Ort der Reise erreichten wir auf einem Parkplatz bei den Kravice Wasserfällen um 1 Uhr in der Nacht.






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