Eine Nacht durch Griechenland

12.05.2017 | Kavala, Griechenland


Der heutige Tag begann mit Abwechslung mal nicht um 6 am Morgen sondern erst um etwa 7.15 Uhr, da von vorneherein klar war, dass wir die Kinder im SOS Kinderdorf erst ab 11 Uhr besuchen werden können. Im Anschluss erfolgte wie gewohnt ein kleines Frühstück. Danach haben vor allem Toby und Carsten sich dem Hitzeschutzblech des Escorts gewidmet und das ganze Drama mit ein paar Schrauben von unten an dem Unterboden hin geschraubt. Dazu wurde das Auto mit dem Wagenheber angehoben und im Balkanstyle in dieser Position mit Hilfe von Steinen gehalten. War der Arbeitsplatz hergerichtet, die GoPro an der Heckscheibe eines Unfallwagens auf dem Hof montiert (und später dort vergessen…), begannen die Beiden ihr Werk. Leider startete es auch wenige Minuten später zu regnen – die Jungs setzten ihre Arbeit aber fort und am Ende des Regens war auch das Blech wieder an Ort und Stelle. Da wir auf dem Parkplatz eines Hotels campierten, konnten wir mit übersetzerischer Hilfe der Dame des SOS Kinderdorfes eine Teamdusche für einen 10er organisieren, den das Kinderdorf am Ende übernahm. Also endlich mal wieder sauber.

Anschließend ging es in das neben dem Hotel liegende SOS Kinderdorf. Über unseren Aufenthalt dort und die Übergabe der Spenden berichten wir in einem anderen Eintrag.

Gegen 15 Uhr brachen wir von dort Richtung Istanbul auf, denn wir sollten spätestens am nächsten Mittag dort sein. Das heißt, uns stand eine komplette Nacht hinterm Steuer bevor. Dank des Autobahn-Verbots fuhren wir auf wunderschönen Straßen die auf steilen Bergrücken entlang führten. Wir hatten hierbei einen genialen Blick über die unter uns liegenden Täler. Schaut euch die Bilder davon an. Kurvenreich ging es weiter zur albanisch-griechischen Grenze, wo das erste Auto gefragt wurde, ob wir mit diesem wirklich ernsthaft eine Rallye fahren? Beim zweiten wollten sie dann doch genaueres wissen, was dem Zafira als letztem freie Fahrt über die Grenze ermöglichte. Nur „Schuhmaka“ wurde mit einem Lachen hinterhergerufen. Bis tief in die Nacht schlängelten wir uns der türkischen Grenze entgegen. Wir waren froh, dass die Straßen gut ausgebaut waren und konnten dadurch einerseits die Strecke genießen und andererseits fanden auch manche ein paar Stunden Schlaf. Die Aufgaben der Navigation wurde dadurch auch von den Fahrern übernommen. In den Städten kurvte man auch durch die kleinsten Seitengassen, aber wir kamen sehr gut voran.

Natürlich müssen wir auch ein paar Aufgaben für die Rallye erledigen, weshalb wir dann noch in der Abenddämmerung Würstchen und Grillkäse auf unsere Motoren spannten um ein sogenanntes „Carbecue“ durchzuführen. Nach ein paar hundert Kilometern konnten wir unser Gegrilltes nachts um drei in Kavala zumindest lauwarm genießen. Aber immerhin war eine weitere Aufgabe abgeschlossen.

Früh morgens gegen 7:15 Uhr erreichten wir die türkische Grenze, wobei wir auf einen kleinen Trick zurückgriffen um die Autobahn zu vermeiden: Man muss nur genau schauen, wo die Schilder stehen und vielleicht eine theoretisch durchgezogene Linie missachten. Aber die Autobahn war dadurch nicht im Spiel ;-)






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1 Kommentar zu diesem Eintrag

brommer
13.05.2017 um 10:15

Ford ist in der Türkei beliebter.viele türkische Mitbürger fahren bei uns deshalb ford,weil sie ihn aus ihrer Heimat kennen.

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