Schwarzes Meer

15.05.2017 | Bogazkale, Türkei


Nach einer weiteren Nacht in unseren bequemen und geräumigen Autos machten wir uns auf eine lange Tagesetappe, 700km lagen zwischen dem Verkehrsübungsplatz bei Istanbul und Bogazkale. Eigentlich haben wir uns auf eine Etappe entlang der Schwarzmeerküste gefreut, doch leider war das aufgrund der Länge der Etappe nicht möglich.

Erst einmal stand ein kurzer Einkauf auf dem Programm, wir mussten einen neuen 230V Wandler organisieren, ohne zu wissen was 230V auf Türkisch heißt. 2-3-0, Ici, ütsch, zero. Das hat gereicht und am Ende waren wir mit unserem Einkauf glücklich auf der Strecke. Gleich danach haben wir in einer kleinen Stadt ein TÜV Türk Schild gesehen und die Station gefunden. Richtig gelesen, TÜV Türk! Unser allseits beliebter KFZ Überprüfer hat sein System in die Türkei exportiert, Autos müssen auch hier zum TÜV und beweisen, dass sie im chaotischen türkischen Verkehr fahren dürfen. Unsere drei Autos sind natürlich TÜV Deutschland und TÜV Türk geprüft, jedoch glauben wir, dass ein Großteil der LKWs hier niemals eine Schadstoffprüfung überstehen würde, nicht einmal wenn sie vom selben Prüfer abgenommen wird, wie die VW Diesel. Die TÜV Türk Station war überaus gut organisiert. Unsere Roadbook Aufgabe war dem Chef sofort klar, das hat uns sehr überrascht und beeindruckt. Die Aufgabe war eine TÜV Türk Fahne auf dem Gelände zu hissen! Aber zuerst durften wir die Werkstätten bewundern und wurden auf Cay, Cola und Wasser eingeladen. Ein Dolmetscher wurde organisiert und wir haben gerne unsere Geschichte erzählt und haben viele Komplimente für unser Türkisch erhalten.

Nach diesem netten Treffen ging es wieder weiter, über Düzce fuhren wir ans Schwarze Meer nach Akcakoca, nach kurzen Mühen war ein Strand (Plaj) gefunden an dem wir schnell ins wunderbare Wasser sprangen und uns amüsierten. Ein verspätetes Vesper an der Strandpromenade unter einem Sonnensegel, trennte uns von unserem weiteren Weg, 400km Schnellstraße, nach Bogazkale. Auf dem Weg konnten wir mit ein paar anderen Teams unsere CB Funke ausprobieren und die Hupen testen.

Wir erleben die unterschiedlichsten Facetten der Türkei, versmogte Industrieparks, ländliche Bauerndörfer und riesige Betonstädte. Abends gönnten wir uns eine Mercimek Corbasi, eine rote Linsensuppe mit Ayran. Kurz nach Mitternacht und etwas übermüdet erreichten wir unser Ziel in Bogazkale. Eine wunderschön beleuchtete alte Festung einer Hetiterstadt war die Szenerie für unseren Schlafplatz. Wir richteten uns schnell heimisch ein, trugen unseren Teppich zu den anderen Teams und tauschten die Abenteuer des Tages aus. Im Anschluss haben wir noch unsere Autos mit Kamera und Stativ in Szene gesetzt. Am Ende war es etwa halb zwei, bis uns das Bett empfangen hat – das war aber kein Problem, nachdem die Abfahrt am nächsten Tag auf 10 Uhr festgelegt war.

 






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2 Kommentare zu diesem Eintrag

brommer
15.05.2017 um 21:48

Macht gut weiter
brommer
15.05.2017 um 21:49

Wann geht es zur faehre.?

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