Willkommen im Zielland

25.05.2017 | Hawshah, Jordanien


Nach einer schönen Nacht in Jerusalem sind wir heute Morgen gemütlich gestartet. Wir machten uns zunächst auf den Weg auf die Suche nach einer Post, um eure Postkarten zu verschicken. Die Post in Tel Aviv hatte uns nach kurzem Warten mitgeteilt, dass Briefmarken aus sind. Der verwirrte Blick dazu sagte viel mehr, dass in den letzten Jahren niemand danach gefragt hatte. In Jerusalem machte uns der Verkehr zu schaffen. Außerdem war die Navigation mit unserer Papierkarte recht schwierig. Am Ende gaben wir auf und machten uns auf den Weg raus aus Jerusalem, was nach mehreren U-Turns auch klappte.

Auf dem Weg ging es nur noch bergab. Jerusalem liegt über 600 Meter über dem Meer und wir waren auf dem Weg zum Toten Meer. Dies ist der tiefste Punkt unter dem Meeresspiegel der nicht von Wasser bedeckt ist: Sage und schreibe -416 Meter. Die Landschaft hier hatte sich auch sehr zu einer trockenen Wüste verändert. Ab und zu eine Oase, die durch viele Palmen sichtbar waren und der Jordan, welcher gleichzeitig der Grenzfluss zwischen Israel und Jordanien ist.

Einen Stopp machten wir bei der Stelle an der vermeintlich Johannes der Täufer gewirkt hat. Unsere Aufgabe war es die kleinen Fläschchen zu füllen und mitzunehmen. Ein wenig eine Brühe war der Fluss schon, aber es standen Duschen zur Verfügung welche wir alle nutzten. Nach mehreren Tagen ohne Duschen war dies sehr erfrischend unter anderem auch weil es mittlerweile trockene 32°C warm ist. Jani hatte sich vorher immerhin selbst getauft, inde er einmal komplett untergetaucht ist.

Entlang des Flusses ging es weiter auf der israelischen Seite Richtung Norden. Weil wir noch über 30 Minuten bei einem McDonalds die letzten beiden Blogs hochgeladen haben, überholten uns alle anderen und wir kamen als letztes an der Grenze an. Die Ausreise gestaltete sich recht einfach und brauchte nur eine entspannte halbe Stunde. Bei den jordanischen Behörden dauerte es entsprechend länger. 120 Fahrer samt ihren Autos warteten zunächst auf die Versicherung, auf den Zoll und am Ende auf eine wahllose Kontrolle die am längsten dauerte. Jeder der seine Unterlagen zurück bekam, wurde von der Menge mit einem Applaus beehrt, was die Grenzbeamten nicht nur sehr amüsierte, sondern ebenfalls mit deren Applaus gefeiert wurde – oh die Ironie. Nur die arbeitende Vorgesetzte fand dies nicht sehr lustig. Anscheinend gab es im Vergleich zum letzten Jahr immerhin einen Computer. Wir nutzten die Zeit noch um Bilder zu sortieren und zu verschicken.

Im Anschluss wurden sämtliche anderen Aktivitäten gestrichen und alle rasten zum Nachtlager wieder in der Wüste. Dort erwartete uns ein gemütliches Abendessen und ein gemütlicher Abend. Die Einheimischen haben uns herzlich mit einem Zelt in der Wüste willkommen geheißen. Nach einer kleinen Rede und offiziellen Verkündigungen wurde zum beduinischen Abendessen eingeladen: Es gab Mansaf, Schaffleisch auf Reis mit Mandeln getränkt mit vergorener Butterziegenmilch. Gegessen wurde traditionell von einem Teller geteilt mit den Händen. Schnell entwickelten sich nette Gespräche mit Einheimischen über Essen, Autos und Land. Bei der anschließenden Tanzvorführung wurden auch wir eingeladen aktiv mitzufeiern und wir genossen die feierliche Stimmung. Ein besonderes interessantes Gespräch führten wir mit Atef, dem Chef der Schule, die wir am nächsten Tag besuchen werden.






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4 Kommentare zu diesem Eintrag

brommer
25.05.2017 um 20:16

Gute Fahrt gott schütze euch
brommer
25.05.2017 um 21:22

Fahrt ihr nun in die wueste? Wann seid ihr in petra?
mama
29.05.2017 um 21:32

die beduinen im zelt das ist fast wie im märchen.ich denke fest an euch.gute fahrt.
mama
29.05.2017 um 21:35

wart ihr auch im jordan

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